Buchreview: Superkuchen – und ein Rezept für Lauchkuchen


Superkuchen! 90 % Frucht - 10 % Teig: Die neue Leichtigkeit - süß & pikant
von Mélanie Martin

Von dem Buch habe zuerst bei Heidi im Blog gehört, die einen Apfelkuchen nach einem Rezept daraus gebacken hat und ganz begeistert davon ist. Die Idee, Kuchen mit wenig Teig zu backen, finde ich gut. Der Verlag war so nett, es mir ebenfalls als Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Also habe ich mich sofort ans Backen gemacht. Die Idee stammt von der Kanadierein Eryn, die unter Eryn et sa folle cuisine bloggt. Die Kuchen sind eine Mischung aus Gratin und Quiche. Sie werden auch unsichtbarer Kuchen genannt, weil der Teiganteil so gering ist. Deshalb haben die Superkuchen weniger Kalorien als Standardkuchen mit viel Teig.

Ein Grundrezept mit Variationen

Die Basis ist immer eine Art Pfannkuchenteig und viel hauchdünnem rohen Obst oder Gemüse. Um das Gemüse sehr fein zu schneiden, braucht man entweder einen Küchenmaschinenaufsatz oder einen Hobel, mit dem das von Hand funktioniert.

2 misslungene Versuche

Superkuchen Kartoffel-Käse

Meine ersten Versuche sind beide nicht besonders gut geworden, obwohl ich mich exakt an die Rezepte gehalten habe. Die Version Kartoffel-Käse wurde sehr trocken und es war viel zu viel Thymian darin, so dass der Kuchen eigentlich nur noch nach zu viel Thymian schmeckte. Mein Mann fand ihn an der Grenze zur Ungenießbarkeit und das kommt nur alle paar Jahre mal vor. Ich fand das Ganze auch nicht lecker. Vor allem aber viel zu trocken. Ich kann mir aber vorstellen, dass es besser wird, wenn man die Kartoffeln mit einem feuchteren Gemüse wie Zucchini mischt.

Superkuchen Apfel-Vanille

Der nächste Versuch war Apfel-Vanille. Ich habe eine Apfelsorte aus der Auswahl im Rezept genommen (Gala) und mein Mann fand den Kuchen köstlich. Dieses Mal fand ich ihn viel zu matschig. Der Apfelteig war einfach nur glitschig-süß trotz vollständiger Garzeit und leichtem Biss bei den Äpfeln. Die Version mache ich garantiert nie wieder, auch nicht mit anderen Äpfeln. Dabei liebe ich Apfelkuchen!

1 gelungener Versuch mit Veränderungen am Grundrezept

Superkuchen Lauch-Schinken-Käse

Weil Heidi aber so begeistert war und ich die Idee immer noch gut fand, habe ich den Rezepten eine dritte Chance gegeben. Aber von den Originalversionen hatte ich dann doch die Nase voll. Meiner Ansicht nach fehlt einfach Fett in dem Grundteig. Ein Esslöffel Olivenöl und ein bisschen Käse obendrauf bei den herzhaften Kuchen reicht einfach nicht aus, wenn es mir schmecken soll. Die Salz- und Pfefferangaben sind auch immer sehr zaghaft dosiert. Ich habe mir also das Rezept für den Lauch mit Käse angesehen und ein eigenes daraus entwickelt. Das Originalrezept darf ich hier ja leider nicht nennen, so dass ich die Unterschiede auch nicht genau nennen kann. Also verlass Dich einfach darauf, dass meine Version gelingt!

Rezept Lauch-Schinken-Käse-Kuchen
(Anlehnung an Lauch mit Käse aus dem Buch Superkuchen von Mélanie Martin)

Zutaten für 3 Personen als Hauptgericht

  • 2 große Eier
  • 1200 g Lauch
  • 100 g gekochter Schinken in dünnen Scheiben
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 70 g Bergkäse
  • 30 g Schmand
  • 75 ml frische Vollmilch
  • 1 Päckchen Backpulver
  • Salz, Pfeffer und frisch geriebene Muskatnuss
  • 70 g Weizenmehl + 1 gehäuften Teelöffel Mehl für die Form

Zubereitung

  • Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform mit 20 cm Kantenlänge oder entsprechender Fläche bereitstellen. Meine Keramikform hat 23x18cm und funktioniert gut dafür.
  • Lauch gründlich putzen, in 0,5 cm breite Ringe schneiden und in einem Topf mit 1 Esslöffel Olivenöl kurz andünsten bis er zusammengefallen ist. Weil der Lauch vorgegart wird, braucht er nicht so fein gehobelt werden wie z.B. Kartoffeln oder andere feste Gemüse.
  • Schinken würfeln und unter den Lauch geben, abkühlen lassen und würzen mit Pfeffer, Muskatnuss und Salz.
  • Eier mit dem Mixer leicht schaumig rühren. 2 Esslöffel Olivenöl, Schmand und Milch unterrühren, dann Salz, Pfeffer, Mehl und Backpulver dazugeben und zu einer gleichmäßigen Masse quirlen.
  • Auflaufform mit1 Esslöffel Olivenöl einfetten und 1 Teelöffel Mehl hineingeben. Das Mehl durch Bewegen der Form verteilen. Dieser Schritt ist wichtig, weil die Mehl-Fett-Mischung einen dünnen Boden und Rand ergibt und der Teig sich wunderbar aus der Form lösen lässt.
  • Lauchmischung zum Teig geben, gut unterrühren, in die Form geben.
  • Käse reiben und über dem Teig verteilen.
  • Im Ofen 35 Minuten auf der mittleren Schiene auf einem Rost goldbraun backen.
  • 20 Minuten abkühlen lassen (mal eben mit den Hund rausgehen, damit man nicht den Duft beim Warten in der Nase hat 😉 ) und genießen. Schmeckt auch lauwarm, kalt oder aufgewärmt.

Von wem die Rezepte im Buch sind, ist mir nicht ganz klar. Es steht einerseits in der Einleitung, dass es Eryns Kuchen sind, aber Mélanie Martin ist auf dem Cover als Autorin angegeben. Kann mir eigentlich auch egal sein, wundert mich aber.

Fazit

Das Buch bekommt von mir nur 3 von 5 Sternen, weil die Ideen gut sind, die Umsetzung aber verbesserungswürdig ist. Wer Lust auf Kuchen mit wenig Teig hat, wird gute Anregungen für Kombinationen finden. Deshalb finde ich es trotzdem lesenswert und nachkochenswert. Du kannst es einfach als Ideengeber für Kuchen mit wenig Teig nehmen und auf der Basis eigene Sachen entwerfen.

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei Bassermann zu bestellen. Es wurde mir als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder. Der Beitrag enthält Affiliate Links.

Buchreview: selbst gemacht & mitgebracht


Selbst gemacht & mitgebracht: Geschenke aus der Küche von Regine Stroner

Schnell gemacht – schön verpackt – Freude bereitet. So einfach kann das Leben sein! Regine Stromer gibt in ihrem neuen Buch viele Anregungen, wie kleine Geschenke aus der Küche zubereitet und liebevoll mit einfachen Mittel verpackt werden können. Nach dem Beginn mit einigen Grundlagen gibt es Rezepte für Konfitüren & Co., Würzmischungen, Saucen, Öle, pikante Beilagen und Naschkram zum Abschluss.

Erst war ich gar nicht so angetan, weil der Start recht fruchtlastig ist und ich keine Fruchtaufstriche auf Brot esse. Ich verwende sie nur zum Verfeinern von Soßen. Aber dann gefiel mir das Buch immer besser, auch weil die Verpackungsideen so schnell und einfach sind. Ich habe fast alles Bastelzeug dafür parat, was verwendet wird.

selbst gemacht & mitgebracht

Bei den herzhaften Rezepten kamen dann auch immer mehr Klebezettel ins Buch bei den Seiten, deren Rezepte ich versuchen möchte. Erstmal für mich – dann auch vielleicht mal zum Verschenken. Dazu gehören eine Würzpaste als Ersatz für Gemüsebrühe aus dem Glas, Tomaten-Ketchup mit Paprika (seit ich auch Currywurstsauce selbst mache, schätze ich das) und nussige Pistazienblätter.

Ist so ein Kochbuch auch etwas für Euch?

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Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei KOSMOS zu bestellen.Es wurde mir als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

Mehr Suppenglück: Joghurt-Mandel-Cremesuppe

Seit ich Bücher am liebsten über den Kindle lesen, schenken mir meine „Bücher-aus-Papier-liebenden-Freundinnen“ bevorzugt Kochbücher, weil die in Printform einfach am schönsten sind. So kommt es, dass sich zu Weihnachten wieder zwei neue Kochbücher in meine Sammlung eingereiht haben. Das eine davon ist Mehr Suppenglück von Sonja Riker.

Joghurt-Mandel-Cremesuppe_www.leckerei-bei-kay.deDaraus habe ich diese Woche die Joghurt-Mandel-Cremesuppe ausprobiert. Anstatt gerösteter Mandelplättchen als Topping gab es dazu ein selbstgebackenes Brot mit Walnüssen und Pinienkernen. Das passt auch hervorragend.

Die Suppe kann ich mir im Herbst/Winter auch gut als Vorsuppe in einem Menü vorstellen.

Mögt Ihr Suppen? Welches ist Euer Lieblingskochbuch?

Büchertipp: Geschenke aus der Sommerküche

Geschenke aus der Sommerküche: Selbst gemacht & mitgebracht

Das Buch habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen und mich darüber gefreut. Es sind viele Anregungen drin für Leckereien, die sich gut transportieren und portionieren lassen. Nicht nur zum Verschenken – auch einfach zum Mitbringen auf Feiern oder zum Grillen zu Hause. Mein Rosenzucker aus der Rose de Resht nach der Anregung aus dem Buch ist sehr gut geworden.

Rosenzucker

Die Rose de Resht ist für den Rosenzucker gut geeignet, weil sie intensiv duftet und viele Blütenblätter hat. Zufällig neigt sich gerade die erste Blüte nach vier Wochen Dauerblühen im Garten und ich konnte nach dem Regen am Sonntag eine sehr große Handvoll Blütenblätter ernten.

 

 

 

 

Ich habe die nassen Blätter erst auf einem kleinen Handtuch vorgetrocknet und dann auf Küchenkrepp umgeschüttet. Dort durften sie 2 Tage trocknen, bis sie komplett trocken waren. Sie müssen rascheln, dann sind sie trocken genug.

Zubereitung Rosenzucker

Geben Sie jeweils in kleinen Schritten 130 g normalen weißen Haushaltszucker mit den Rosenblättern in ein hohes Gefäß und zerkleinern die Zucker-Blätter-Mischung mit einem Pürierstab.

Der Rosenzucker schmeckt z.B. in Mürbeteigkeksen, auf Früchten und in Schlagsahne.

Wenn Sie den Rosenzucker verschenken wollen, verzieren Sie z.B. ein Glas mit dem Foto der Rose. Die Menge Rosenzucker hier ergibt 2 kleine Weck-Gläser a‘ 80 ml.

Das Foto der Rose für den Glasaufkleber gibt es hier links in 300 DPI zum Herunterladen – Sie können es gerne privat verwenden.

Den Rosenzucker habe ich als Variation des Rezepts aus dem Buch von Regine Stroner  Geschenke aus der Sommerküche: Selbst gemacht & mitgebracht .