Schweinefilet in Sahnesoße mit Pilzen, Erbsen und Spätzle

Schweinefilet in Sahnesoße mit Pilzen, Erbsen und Spätzle www.leckerei-bei-kay.de

Unser Sonntagsessen! War ausgesprochen lecker. Da ich beim Schreiben des Einkaufszettels noch keine Ahnung hatte, wie ich das Schweinefilet zubereiten wollte, habe ich es dann einfach mit dem kombiniert, was sich noch so angefunden hat.

Rezept Schweinefilet in Sahnesoße mit Pilzen und Erbsen (Eigenkreation)

2 große Portionen

Zutaten

400 g. Schweinefilet (hier habe ich Filetköpfe verwendet – geht auch mit Spitzen)
200 g weiße Champignons
1 große oder 2 kleine Zwiebeln
1 frische Knoblauchzehe
100 g junge, extra-feine TK-Erbsen
200 ml Schlagsahne
Evtl. etwas Gemüsebrühe (bei Bedarf dann auch etwas Stärke oder Soßenbinder)
Butter zum Braten

Pfeffer, Salz (am besten Fleur de Sel), Rosenpaprika scharf
Petersilie würde auch dazu passen – hatte ich aber nicht im Haus – wenn ganz am Ende hinzugeben

Zubereitung

  • Fleisch säubern, trocken tupfen mit Küchenpapier, in Scheiben mit einer Dicke von ca. 1 cm schneiden und die Scheiben in mundgerechte Stücke weiter zerteilen (halbieren oder dritteln).
  • Pilze mit einer Bürste säubern und vierteln. Wenn die Pilze klein sind, können sie ganz bleiben.
  • Zwiebeln schälen und fein würfeln.
  • Knoblauchzehe schälen und fein würfeln.
  • Butter in einer Pfanne aufschäumen und Fleisch darin verteilen. Jedes Fleischstück braucht Kontakt zum Pfannenboden. Großzügig salzen und pfeffern. Dann sofort die Pilze darauf verteilen, wenn möglich in die Zwischenräume.
  • Nach 1-2 Minuten Zwiebeln und Knoblauch hinzugeben. Die ganze Zeit bleibt die Pfanne bei meinem Induktionsherd auf der höchsten Stufe. Sie darf auf keinen Fall zu wenig Hitze haben, sonst kochen die Pilze und das Fleisch. Wenn Sie viel Hitze nehmen, wird das Fleisch schön kross angebraten und die Pilze und Zwiebeln garen einfach mit. Es funktioniert – auch wenn es gegen viele Küchenregeln ist.
  • Alles wenden, wenn das Fleisch schön angebraten ist. Dabei darauf achten, dass jetzt die Rückseiten der Fleischstücke angebraten werden. Wenn die auch kross sind, Sahne angießen, aufkochen lassen, Erbsen hinzugeben, wieder aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze solange weiter köcheln lassen, bis das Fleisch gar und zart ist.
  • Wer die Soße flüssiger mag, kann etwas Brühe hinzugeben. Wer mehr Soße haben möchte und die dicker sein soll, kann dann mit etwas kalt angerührter Stärke oder hellem Soßenbinder die Soße binden. Da ich den Geschmack von Soßenbinder nicht leiden kann, ist das für mich keine Option.

Beilage

Dazu passen Reis oder Spätzle. Für uns hatte ich am Freitag gleich mehr Spätzle zubereitet und bis Sonntag eingefroren. Ich habe sie dann nur wieder aufgetaut und in der Mikrowelle erhitzt. Sie können die Spätzle auch in Butter anbraten. Das mag ich nur nicht so gerne, weil sie dann fettig werden und die leckere Sahnesoße nicht mehr so gut aufnehmen können. Als Beilage reicht die Hälfte des Rezepts für die Spätzle vom 5. Februar 2012 (ohne Käse, einfach nur Kochen).

Nachtrag 21. September 2012: Oder auch mal grüne Tagliatelle – auch lecker.

Paprikaeintopf mit Hackklößchen nach Seefahreropa Willi

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Diesen Paprikaeintopf mit Hackklößchen habe ich schon als Kind geliebt. Mein Opa Willi ist als Bootsmann zur See gefahren auf Walfang und großer Fahrt nach Südamerika und Indien. Er hat leidenschaftlich gerne gekocht und dabei oft mit scharfen Gewürzen gearbeitet. Deshalb gab es in seiner Küche schon exotische Gewürze wie Curry, Paprika und Chili als andere Haushalte in Deutschland die Worte kaum kannten. Leidige Konsequenz seiner Gewürzvorliebe: Für uns Kinder war das manchmal etwas arg scharf! Ein Glas Milch dazu gehörte zum Standard – man glaubte damals noch, das würde helfen …

Vorteil der frühen Gewöhnung an fremde Gewürze: Es hat mein Interesse geweckt, selber damit zu experimentieren. Nach dem Ableben von Opa hat meine Mutter dann ihr Bestes gegeben, seine Gerichte weiter am Leben zu halten und möglichst schnell das Zepter dabei an mich weiter zu reichen. Deshalb gibt es diesen köstlichen Paprikaeintopf in meiner Küche bis heute und bisher mochten ihn mein Liebster und alle Gäste gerne (oder haben sich nicht getraut, das Gegenteil zu gestehen ;-)).

Rezept Paprikaeintopf mit Hackklößchen nach Seefahreropa Willi
(Eigenkreation meiner Familie)

Für 4-5 Personen

Zutaten

500 g gemischtes Hack (Schwein und Rind)
1 kg rote oder bunte Paprika – je nach persönlicher Vorliebe
2 Gemüsezwiebeln oder 4 normale Zwiebeln
2 Eier
4 Esslöffel Semmelbrösel
1 Liter Gemüsebrühe
50 g Tomatenmark (eher weniger als mehr)
2 gehäufte Teelöffel Speisestärke zum Binden
Olivenöl zum Braten

Pfeffer, Salz, Zucker, Tabasco, frisch gemahlene italienische Kräuter, Chili aus der Mühle oder Cayennepfeffer, Rosenpaprika, Paprika edelsüß
Etwas frische Petersilie wer mag

Zubereitung

  • Paprika putzen, je nach Geschmack mit dem Sparschäler enthäuten, in ca. 1×1 cm große Stückchen schneiden.
  • Zwiebeln schälen und würfeln.
  • Hack, Ei, Semmelbrösel, Pfeffer, Salz, frisch gemahlene italienische Kräuter und Semmelbrösel mit dem Mixer verkneten. Klößchen in gewünschter Größe formen und auf Tellern aus dem Weg stellen.
  • Zwiebeln in einem Bräter oder großen Topf in Olivenöl dünsten, Paprikawürfel hinzugeben und weiter dünsten. Ein Topf mit großem Durchmesser ist besser als ein hoher Topf, weil die Klöße dort später besser reingesetzt werden können. Wenn das Gemüse etwas Farbe bekommt, ist das OK – dann bekommt es mehr Geschmack. Tomatenmark hinzugeben und auf jedem Fall mit anschwitzen. Brühe komplett angießen und aufkochen. Je nachdem, wie bissfest oder verkocht Sie das Gemüse möchten, lassen Sie es länger oder kürzer an dieser Stelle garen.
  • Hackklößchen einzeln vorsichtig in den leicht köchelnden Eintopf geben, zwischendurch vorsichtig umrühren, leicht köchelnd gar ziehen lassen.
  • Mit allen Gewürzen würzen – Intensität nach persönlichem Geschmack. Wenn es zu lasch schmeckt, helfen Cayennepfeffer und Tabasco. Wenn es zu intensiv gewürzt ist, können Sie mit etwas Wasser verdünnen.
  • Speisestärke in einem Becher mit ca. 100 ml kaltem Wasser mit einer Gabel klumpenfrei verrühren.
  • Eintopf aufkochen lassen, angerührte Speisestärke unter Rühren eingießen. Auf jeden Fall bis zum Topfboden rühren – sonst kann die Stärke ansetzen. Wenn Sie unsicher sind, wie sehr die Stärke binden wird oder wie dicklich Sie Soße haben möchten, geben Sie erst nur die Hälfte hinzu.
  • Eintopf durchköcheln lassen mit geschlossenem Deckel bis der Stärkegeschmack verschwunden ist und die gewünscht Konsistenz von Soßenanteil und Gemüse erreicht ist. Das dauert bei mir etwa 20 min. Dann endgültig abschmecken.
  • Wer mag, kann vor dem Servieren etwas fein gehackte Petersilie dazu geben.

Dazu passt

Weißer Reis – nehmen Sie eine Sorte, die Ihnen gut schmeckt. Ich mag dazu Basmati. Nur Vollkorn, Wild- oder Naturreis würde ich nicht nehmen. Für 4 Personen kalkuliere ich etwa 250 g Reis als Beilage. Das ist nicht sehr viel. Wenn Sie gerne viel Reis zur Soße mögen, nehmen Sie lieber etwas mehr.

Es schmecken auch einfaches Baguette oder Spiralnudeln dazu. Zu Pasta ist es dann eher Soße als Eintopf. Als Restessen kann es auch eine Suppe werden.

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Gerollte Nudelschnecken

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Gerollte Nudelschnecken www.leckerei-bei-kay.de nach einem Rezept von Mälzer & WitzigmannDas Rezept ist aus dem Kochbuch von Mälzer & Witzigmann: Zwei Köche – ein Buch
(Affiliate Link auf dem Cover)
Für diese gerollten Nudelschnecken von Seite 138 habe ich meine Nudelmaschine endlich nach 18 Jahren eingeweiht. Es hat sich gelohnt! Das Rezept reicht übrigens auch bei Vielfraßen wirklich für 4 Personen – ist sehr mächtig. Ein grüner Salat würde noch gut dazu passen. Die Zubereitungszeit ist im Kochbuch mit 70 Minuten plus Back- und Ruhezeiten angegegen. Ich habe in meinem normalen, zügigen Tempo gearbeitet und 2,25 Stunden plus Backzeit gebraucht. Die Ruhezeit ging während der Arbeit so vorüber …

Gerollte Nudelschnecken www.leckerei-bei-kay.de nach einem Rezept von Mälzer & Witzigmann

Braucht “man” eine Nudelmaschine?

Nudelmaschine, Kaufdatum Dezember 1993 - Erstverwendung Januar 2012

1993 war ich der festen Überzeugung: Ja, ich brauche unbedingt eine! Meine Familie war so lieb mir, eine zu Weihnachten zu schenken. Ein inniger Wunsch ging in Erfüllung!

1994 habe ich mehrfach mit einer Freundin Nudeln mit so einer Maschine selber hergestellt. Die Bandnudeln wurden ganz ok – gekaufte waren besser. Die Lasagneplatten mit Spinat waren super – aber sehr aufwändig. Und die Küche sah hinterher immer aus wie ein vermehltes Chaos. Das gute war, dass wir die Nudeln nie bei mir gemacht haben – d.h. meine Küche blieb vom Mehlstaub verschont. Das doofe war, dass wir die bei ihr mit ihrer Nudelmaschine gemacht haben, die sie im Januar 1994 zum Geburtstag bekommen hatte.

Da ich in den Folgejahren bis 2003 auch weiterhin in Küchen ohne Einbauküchen und ohne ordentliche Arbeitsplatte gelebt habe, hielt sich meine Lust in Grenzen, meine eigene Maschine endlich einzuweihen. Hätte ich jedoch dieses Gerät nicht besessen, hätte es auf jedem meiner Geburtstags- und Weihnachtswunschlisten gestanden. Ich hätte ja nicht gewusst, wie wenig ich das Gerät verwenden würde! Aber auch in der der dann vorhandenen Einbauküche mit großer Arbeitsplatte durfte die Nudelmaschine nicht ihren Dienst tun und fristet im Kellerschrank ihr Dasein..

2012, am 14. Januar, war es dann endlich so weit: ich habe sie in Betrieb genommen!!!

Alles hat gut funktioniert – das Chaos hielt sich in Grenzen – die Nudeln waren köstlich und ich werde sie wieder benutzen. Fotos der gerollten Nudelschnecken gibt’s morgen!

Was lange dauert, wird endlich gut!

Tomaten-Hacksoße zu Pasta

Rezept Tomaten-Hacksoße (Eigenkreation)

16 Portionen

Zutaten

1 kg gemischtes Hackfleisch
1500 ml passierte Tomaten
100 g Tomatenmark 3-fach konzentriert (= ca. 1/2 Tube)
4 große Zwiebeln
1 rote Paprika
2 große Möhren
Olivenöl zum Anbraten

Gewürze nach Belieben

Pfeffer
Salz, am besten Fleur de Sel
Zucker
Gemahlene Chilischoten, alternativ Cayennepfeffer
Rosenpaprikagewürz, scharf
Paprikagewürz, edelsüß
2 Esslöffel Italienische Kräuter, getrocknet, frisch in der Gewürzmühle gemahlen oder gemörsert
2 Esslöffel Oregano, getrocknet
2 füllige oder 4 kleinere Zweige frischer Rosmarin, fein gehackt
2 Lorbeerblätter, getrocknet

Zuberereitung

  • Hack aus dem Kühlschrank nehmen und beiseite stellen, damit es nicht mehr so ganz kalt ist beim Braten.
  • Möhren schälen und fein raspeln. Je feiner die Stücke, umso mehr verkochen die Stücke in der Soße.
  • Paprika waschen, von Kernen und Innenhäutchen befreien und mit einem Sparschäler die Haut abschälen. Wer die Haut lieber dran hat, lässt sie dran.
  • Zwiebeln schälen und würfeln, die Stücke brauchen nicht zu fein sein. Das meiste davon verkocht später eh.
  • Reichlich Olivenöl in einem großen Bräter (ich nehme dafür von Le Creuset den La Marmite in 32 cm mit 7 Litern Füllmenge) erhitzen. In zwei Portionen das Hack scharf anbraten und krümelig werden lassen. Beide Portionen Hack zusammen separat stellen, frisches Öl nach Bedarf in den Bräter zum Bratensatz geben und nun die Zwiebeln dünsten. Wenn die Zwiebeln glasig werden, kommen die Möhren und Paprika hinzu und alles wird weiter angeschwitzt. Dann das Tomatenmark hinzugeben und unterrühren, weiter anschwitzen.
  • Würzen Sie mit reichlich Pfeffer, Salz, Paprika, Chili bzw. Cayennepfeffer und allen Kräutern
  • Löschen Sie das Gemüse unter Rühren mit ca. 500 ml. Wasser ab und lösen mit dem Pfannenschaber eventuellen Bratensatz. Wenn das Wasser sofort verkocht, geben sie mehr hinzu. Es soll eine dickliche Soße das Gemüse leicht umhüllen. Dann geben Sie die passierten Tomaten hinzu und kochen das Ganze auf. Mit geschlossenem Deckel darf das Ganze jetzt bei kleiner Hitze gerne 1 Stunde vor sich hin köcheln.
  • Zum Schluss mit Zucker, Pfeffer und Salz abschmecken und die Lorbeerblätter entfernen.
  • Sollten Sie die Soße aus Versehen überwürzt haben, geben Sie einen Becher Sahne oder Schmand hinein – das mildert deutlich ab.

Ich koche diese Soße gerne in so großer Menge, weil sie sich gut in Einzelportionen einfrieren lässt und beim Auftauen und Erhitzen in der Mikrowelle oder auf dem Herd keinen Schaden nimmt. So habe ich immer eine leckere Soße zur Hand und brauche mir nur schnell Pasta dazu zu kochen. Mit Bavette von Barilla vermischt kann das dann so lecker aussehen:Bavette mit Tomaten-Hacksoße von www.Leckerei-bei-Kay.de

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