Apfelrotkohl und anderes Weihnachtliches

Apfelrotkohl

Am Wochenende habe ich den diesjährigen Rotlkohl gekocht und portionsweise eingefroren. Meistens mache ich mir die Mühe nur einmal im Jahr, höchstens zweimal. Dabei ist der Aufwand an sich gar nicht so groß – Kohl zersäbeln, geschälte Äpfel dazu, würzen und kochen, nur ist das rohe Produkt so voluminös, dass mir die an sich gut geschnittene Küche dabei irgendwann klein vor kommt, wenn ich nicht mehr weiß, wohin mit den Brettern und Schüsseln. Aber eins ist klar: Der Aufwand lohnt sich! Und wenn ich dann die Einzelportionen in der Mikrowelle erwärme und spontan leckeren Rotkohl, z.B. mit Kartoffelpü und Bratwürstchen, genießen kann, erfreut es mich sehr.

Das Rezept findet Ihr hier in meinem Blog: Rotkohl “Guido Spezial”.

Ansonsten wird es in diesem Jahr bei uns Heiligabend Poulet au Riesling geben, am 25. Dezember die Reste mit Nudeln und am 26. Dezember argentinisches Rinderfilet (liegt schon im Kühlschrank bei 2° Celsius) mit Kartoffel-Bohnenstampf und wahlweise grünen Bohnen oder Rotkohl und Portwein-Schalotten-Soße. Auf das Rinderfilet freuen sich Mann und Gäste – ich mag es nicht, koche es aber gerne, um anderen eine Freude damit zu machen. Dafür werde ich mich an der Soße und den Beilagen erfreuen.

Was kommt Weihnachten bei Euch auf dem Tisch? Habt Ihr Traditionen?

Rotkohl „Guido Spezial“

Rotkohl ist fertig!

Rezept Rotkohl „Guido Spezial“

Das Rezept für 12-14 Portionen heißt deshalb “Guido Spezial”, weil es von einem Freund namens Guido stammt. Es ist überliefert von seiner Oma – und damit keine Eigenkreation von mir. Danke an Guido, dass ich sein Rezept hier veröffentlichen darf. Seit 2006 koche ich nur noch Rotkohl nach diesem Rezept, weil es einfach den besten Rotkohl ergibt!

Zutaten

1 großer Rotkohl (ca. 3100 g)
1 große Zwiebel
10-12 Nelken entweder im Teepapierbeutel oder die Zwiebel damit spicken
2-3 getrocknete Lorbeerblätter
5 große oder 7 kleine Boskoopäpfel, geviertelt und geschält ohne Kerngehäuse
Viel Butter (125-250 g)
Pfeffer, Salz

Zubereitung

  • Äpfel vierteln, schälen, entkernen.
  • Rotkohl geschnitten, rohRotkohl vierteilen (machen manchmal auch schon die Marktverkäufer auf Nachfrage), schlaffe Blätter abnehmen, Strunk jeweils mit Schrägschnitt entfernen, holzige Blattadern rausschneiden, mit der Küchenmaschine in Scheiben schneiden (dicke Schneideschreibe) oder mit dem Messer in feine Streifen schneiden.
  • Alles in einen Topf geben mit etwas Pfeffer und Salz, kochen bis die Äpfel zerfallen sind. Die Menge passt gerade eben in 11 l. Topf. Wenn nicht gleich alles rein passt, portionsweise nachfüllen, wenn es etwas eingekocht ist. Wasser nur ggf. in kleinen Mengen angießen, damit nichts anbrennt. Dauert ca. 1 Stunde.Rotkohl mit Äpfeln zum Kochen auf dem Herd
  • Wenn der Kohl gar ist, Lorbeerblätter entfernen. Nelkenbeutel entfernen. Auf keinen Fall dürfen noch ganze Nelken im Kohl sein. Vorher genau zählen, wenn sie mit der Zwiebel oder lose rein kommen und alle raus sammeln. Abschmecken mit Pfeffer und Salz.
  • Wenn die Zwiebel mit den Nelken gespickt ist: Zwiebel mit Nelken rausnehmen, wenn die Nelken anfangen raus zu fallen.
  • Alternative: Die Zwiebel gewürfelt mit reichlich Butter im Topf anbraten, bevor alle anderen Zutaten dazu kommen. Das macht den Kohl noch etwas würziger. Nelken dann im Teepapierbeutel in den Kohl hängen und zum Ende entfernen oder wenn der Beutel sich droht auf zu lösen.

Der Rotkohl passt wunderbar zu Kartoffelstampf und Bratwurst – und natürlich zu allen Weihnachtsklassikern mit Ente, Gans & Co. Ich bereite ihn gerne auf Vorrat zu und friere ihn portioniert ein.

Rotkohl mit Kartoffelstampf und Bratwurst