Paprikaeintopf mit Hackklößchen nach Seefahreropa Willi

Paprikaeintopf mit Hackklößchen nach Seefahreropa Willi www.leckerei-bei-kay.de

Diesen Paprikaeintopf mit Hackklößchen habe ich schon als Kind geliebt. Mein Opa Willi ist als Bootsmann zur See gefahren auf Walfang und großer Fahrt nach Südamerika und Indien. Er hat leidenschaftlich gerne gekocht und dabei oft mit scharfen Gewürzen gearbeitet. Deshalb gab es in seiner Küche schon exotische Gewürze wie Curry, Paprika und Chili als andere Haushalte in Deutschland die Worte kaum kannten. Leidige Konsequenz seiner Gewürzvorliebe: Für uns Kinder war das manchmal etwas arg scharf! Ein Glas Milch dazu gehörte zum Standard – man glaubte damals noch, das würde helfen …

Vorteil der frühen Gewöhnung an fremde Gewürze: Es hat mein Interesse geweckt, selber damit zu experimentieren. Nach dem Ableben von Opa hat meine Mutter dann ihr Bestes gegeben, seine Gerichte weiter am Leben zu halten und möglichst schnell das Zepter dabei an mich weiter zu reichen. Deshalb gibt es diesen köstlichen Paprikaeintopf in meiner Küche bis heute und bisher mochten ihn mein Liebster und alle Gäste gerne (oder haben sich nicht getraut, das Gegenteil zu gestehen ;-)).

Rezept Paprikaeintopf mit Hackklößchen nach Seefahreropa Willi
(Eigenkreation meiner Familie)

Für 4-5 Personen

Zutaten

500 g gemischtes Hack (Schwein und Rind)
1 kg rote oder bunte Paprika – je nach persönlicher Vorliebe
2 Gemüsezwiebeln oder 4 normale Zwiebeln
2 Eier
4 Esslöffel Semmelbrösel
1 Liter Gemüsebrühe
50 g Tomatenmark (eher weniger als mehr)
2 gehäufte Teelöffel Speisestärke zum Binden
Olivenöl zum Braten

Pfeffer, Salz, Zucker, Tabasco, frisch gemahlene italienische Kräuter, Chili aus der Mühle oder Cayennepfeffer, Rosenpaprika, Paprika edelsüß
Etwas frische Petersilie wer mag

Zubereitung

  • Paprika putzen, je nach Geschmack mit dem Sparschäler enthäuten, in ca. 1×1 cm große Stückchen schneiden.
  • Zwiebeln schälen und würfeln.
  • Hack, Ei, Semmelbrösel, Pfeffer, Salz, frisch gemahlene italienische Kräuter und Semmelbrösel mit dem Mixer verkneten. Klößchen in gewünschter Größe formen und auf Tellern aus dem Weg stellen.
  • Zwiebeln in einem Bräter oder großen Topf in Olivenöl dünsten, Paprikawürfel hinzugeben und weiter dünsten. Ein Topf mit großem Durchmesser ist besser als ein hoher Topf, weil die Klöße dort später besser reingesetzt werden können. Wenn das Gemüse etwas Farbe bekommt, ist das OK – dann bekommt es mehr Geschmack. Tomatenmark hinzugeben und auf jedem Fall mit anschwitzen. Brühe komplett angießen und aufkochen. Je nachdem, wie bissfest oder verkocht Sie das Gemüse möchten, lassen Sie es länger oder kürzer an dieser Stelle garen.
  • Hackklößchen einzeln vorsichtig in den leicht köchelnden Eintopf geben, zwischendurch vorsichtig umrühren, leicht köchelnd gar ziehen lassen.
  • Mit allen Gewürzen würzen – Intensität nach persönlichem Geschmack. Wenn es zu lasch schmeckt, helfen Cayennepfeffer und Tabasco. Wenn es zu intensiv gewürzt ist, können Sie mit etwas Wasser verdünnen.
  • Speisestärke in einem Becher mit ca. 100 ml kaltem Wasser mit einer Gabel klumpenfrei verrühren.
  • Eintopf aufkochen lassen, angerührte Speisestärke unter Rühren eingießen. Auf jeden Fall bis zum Topfboden rühren – sonst kann die Stärke ansetzen. Wenn Sie unsicher sind, wie sehr die Stärke binden wird oder wie dicklich Sie Soße haben möchten, geben Sie erst nur die Hälfte hinzu.
  • Eintopf durchköcheln lassen mit geschlossenem Deckel bis der Stärkegeschmack verschwunden ist und die gewünscht Konsistenz von Soßenanteil und Gemüse erreicht ist. Das dauert bei mir etwa 20 min. Dann endgültig abschmecken.
  • Wer mag, kann vor dem Servieren etwas fein gehackte Petersilie dazu geben.

Dazu passt

Weißer Reis – nehmen Sie eine Sorte, die Ihnen gut schmeckt. Ich mag dazu Basmati. Nur Vollkorn, Wild- oder Naturreis würde ich nicht nehmen. Für 4 Personen kalkuliere ich etwa 250 g Reis als Beilage. Das ist nicht sehr viel. Wenn Sie gerne viel Reis zur Soße mögen, nehmen Sie lieber etwas mehr.

Es schmecken auch einfaches Baguette oder Spiralnudeln dazu. Zu Pasta ist es dann eher Soße als Eintopf. Als Restessen kann es auch eine Suppe werden.

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